Montag, 4. Februar 2013

Karibu Kenya!


AMREF Outreach Zentrale
Meine erste von diesmal insgesamt viereinhalb Wochen in Kenia ist nun schon um. Es ist schön wieder hier zu sein und von den AMREF Kollegen herzlich empfangen zu werden, einige Wege und Abläufe schon zu kennen. So verkürzt sich die Eingewöhnungszeit doch auch deutlich, angenehme 26°C erledigen ihr übriges.





Besprechung der Software
So konnte direkt mit der Arbeit begonnen werden. Die beim letzten Besuch im September ausgewählte Software für das AMREF Hauptlager des Outreach Services wurde in der Zwischenzeit auf AMREF Bedürfnisse zugeschnitten und konnte diese Woche erste Tests durchlaufen. Zusammen mit einem kenianischen Apotheker und IT-Fachmann spielten wir "auf dem Trockenen" die verschiedenen Bestellprozesse durch und erstellten Berichte zu Bestellungen, Belieferungen etc. Das Ergebnis war höchst zufriedenstellend. Nach ein paar kleinen Änderungen geht es dann im nächsten Schritt ins Lager, um dort parallel zur bisherigen manuellen Dokumentation, die Anwendungen im Alltag zu testen.



Krankenschwester Anne im Lager
Die Ausschreibung für die Stelle eines von AoG finanzierten Pharmacy Technician stieß auf großes Interesse. Insgesamt gab es über 300 Bewerbungen, 39 kamen in die engere Auswahl und sieben werden nun nach genauerer Durchsicht der Lebensläufe zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Dieses findet zu meinem Glück auf Englisch statt, sodass ich mir ein gutes Bild der Kandidaten machen kann. Idealerweise wäre der- oder diejenige sofort verfügbar. So bliebe noch etwas gemeinsame Zeit vor meiner Abreise zur Arbeit an der Software und am Lagermanagement allgemein.

Die nächste Woche verspricht also spannend zu werden!

Spannend wird in Kenia auch der ganze Monat und man merkt mehr und mehr die Aufregung überall. Am 4. März stehen die Wahlen für den vierten Präsidenten seit Kenias Unabhängigkeit an. Acht Namen stehen zur Auswahl. Wahrscheinlich läuft es aber auf ein Kopf-an-Kopf Rennen zweier Parteien hinaus. Am Wochenende wurden Flugzeuge, Helikopter, Lastwagen und Busse mit Unmengen an Wahlkampagnenmaterial ausgerüstet. Ab jetzt ziehen sie durchs Land um Wählerstimmen zu werben.
 
Gleichzeitig werden für die Bevölkerungen Schulungen zum Ablauf der Wahl gegeben, um das Verständnis des gesamten Prozesses zu verbessern und insbesondere im Falle eines zweiten Wahlgangs zwischen zwei Kandidaten Konfrontationen aufgrund falscher Erwartungen vorzubeugen. Nach den Ausschreitungen während der letzten Wahlen in 2007 hofft man nun auf einen friedlichen Verlauf. Dies ist nun ständige Parole im Radio, in Zeitungen, auf Veranstaltungen genauso wie der Aufruf, zur Wahl zu gehen, um mitzubestimmen und seine Stimme nicht ungenutzt zu lassen.









 



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